Kill your Friends
Niven, John


England in den späten 90er-Jahren. Steven Stelfox ist als A&R-Manager für eine große Plattenfirma tätig. Um Erfolg zu haben, schreckt Steven vor nichts zurück. Er lügt, betrügt und schleppt sich unterstützt von jeder Menge legaler und illegaler Drogen durch den Tag. Für ihn zählt nur der schnelle Hit, Musik an sich interessiert ihn nicht. Jahrelang mogelte er sich so durch den Arbeitsalltag, die exzessive Freibier-für-alle-Philosophie wurde allgemein toleriert, doch jetzt ändern sich die Zeiten. Im Zeitalter von Blair droht sich eine neue Arbeitsmoral durchzusetzen, die auf harter Arbeiter und Integrität beruht.
Zunächst belächelt Steven die neue Order, doch als er seine Stellung innerhalb der Firma gefährdet sieht und zunehmend unter Erfolgsdruck gerät, greift er zu radikalen Mitteln. Eiskalt erschlägt er einen seiner Kollegen und Konkurrenten, doch damit beginnt erst eine Orgie der Zerstörung, die ihn in immer tiefere Abgründe stürzt. Im Visier der Polizei und unter den kritischen Augen seines neuen Vorgesetzten versucht Steven alles, um sich an der Spitze zu halten - notfalls mit Gewalt.


Heyne Hardcore heißt nicht umsonst "Hardcore" und mit Bedacht werden manche Bücher nicht einfach unter dem Stempel Heyne veröffentlicht.
John Niven schreibt in "Kill your Friends" schonungslos über Hardcore - Sex, Alkohol, Drogen und Gewalt.
Niven selbst arbeitete einstmals als A&R (Artist und Repertoire) einer Plattenfirma und setzt seine Erfahrungen hier in Romanform um.
Was hier den Tatsachen entspricht und was Fiktion ist, weiß wohl nur Niven. Aber dennoch wird deutlich, dass das Musikgeschäft kein Spaß ist, dass mit knallharten Bandagen gekämpft wird und alle Mittel erlaubt zu sein scheinen - so jedenfalls in "Kill your Friends".

Der Roman gibt einen interessanten Einblick hinter die Kulissen der Majorlabels und ist somit interessant für alle, die sich in welcher Weise auch immer für das Musikgeschäft interessieren.
Aber es ist auch spannend für diejenigen, die gerne einen packenden Thriller lesen, egal in welcher Branche dieser nun spielt.

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