Isole - Silent Ruins


1. From The Dark
2. Forlorn
3. Nightfall
4. Hollow Shrine
5. Soulscarred
6. Peccatum
7. Dark Clouds


Isole, das sind vier Schweden die ihre Hörer mit epischen, melancholischen und ergreifenden Doom Metal in ihren Bann ziehen. "Silent Ruins" ist dabei bereits der vierte Longplayer, welcher gerade mal ein Jahr nach der letzten Veröffentlichung "Bliss of Solitude" das düstere Licht der Welt erblickt hat. Isole legen dabei keinen Schnellschuss hin, sondern führen die Linie des Vorgängers konsequent fort. Wie bereits beim voran gegangenen Album, so waren Isole auch dieses Mal weitesgehend selbst für die Produktion verantwortlich. Lediglich fürs Mastering wurde Peter In de Betou verpflichtet.

Sieben Songs finden sich auf dem Silberling mit denen der Fan aber gut 54 Minuten in Dunkelheit gehüllt wird.
Ein Mensch alleine am Ende der Welt, beängstigende Trostlosigkeit und die zerdrückende Erkenntnis dessen was passiert ist - so könnte man die Geschichte der Songs in Worte fassen. Selbst wenn man die Texte ausblendet, scheint allein die Musik dem Hörer diese Geschichte vermitteln zu können.
Mit schwermütiger Melancholie greifen die Schweden nach jedem, der es wagt sich auf die Musik einzulassen und bieten dabei Songstrukturen, die eine gerade zu hypnotische Wirkung haben. Kurz eingestreute Gitarren-Soli und ruckartiges Ziehen an der Temposchraube sind so wohl dosiert, dass sie das Gesamtbild noch unterstreichen und die Trance durchbrechen, in der sich der Zuhörer zu verlieren droht.
Sich ähnelnde und wiederkehrende Melodien sind ein für Doom typisches Stilmittel und spiegeln hier perfekt die Verzweiflung und Tristesse wieder, in der sich der Mensch befindet.

Die Schönheit oder in diesem Fall die Düsternis des Werkes erschließen sich dem Hörer nicht sofort, sondern wollen entdeckt werden. Dies ist angesichts des ausgeprägten Feingefühls der Schweden für virtuose Melodien, düstere Kompositionen und dem richtigen Maß Dynamik nicht sonderlich schwer. Wenn man sich den darauf einlässt!

Isole präsentieren mit" Silent Ruins" einen unglaublich atmosphärischen Doom-Epos mit Gespür für Dramatik und Melancholie, der sich mit ungeahnter Nachhaltigkeit in die Gehörgänge frisst und sich wie ein dunkles Tuch über die Seele legt.

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