Marilyn Manson - The High End Of Low
1. Devour2. Pretty As A Swastira
3. Leave A Scar
4. Four Rusted Horses
5. Arma-goddamn- motherfuckin-geddon
6. Blank Ans White
7. Running To The Edge Of The World
8. I Want To Kill You Like They Do In The Movies
9. WOW
10. Wight Spider
11. Unkillable Monster
12. WeŽre From America
13. I Have To Look Up Just To See Hell
14. Into The Fire
15. 15
Marilyn Manson braucht man nicht mehr großartig vorzustellen. Er ist wohl mit der umstrittenste Musiker der Welt. Manson ist wie ein Kunstwerk: entweder man liebt es oder man hasst es.
Er spielt gerne mit seiner Stellung in der Gesellschaft und eckt bei vielen damit an. Seine Fans hingegen lieben gerade das an ihm. Die Band ist seit 15 Jahren im Musikgeschäft und hat in dieser Zeit schon einige Hochs und Tiefs erlebt. Insgesamt haben sie sieben Alben und ein Best Of veröffentlich.
An ihr neustes und achtens Album "The High Of End Low" wurden im Vorwege hohe Erwartungen gestellt, da der Vorgänger "Eat Me, Drink Me" floppte. Das Album zeigte eine verletzliche und melancholische Seite von Marilyn Manson, eine Seite die man vom "Schock"-Rocker vorher nicht kannte. Frischen oder besser gesagt alten Wind bringt Twiggy Ramirez fürs neue Album mit.
Manson holte Twiggy nach sieben Jahren wieder ins Boot, um an die alten Erfolge anzuknüpfen. Manson hat aus seinen Fehlern gelernt und kommt 2009 mit einer stärkeren Band zurück. Twiggy spielte für das neue Album alle Gitarrenspuren und Bassparts ein. Ginger Fish, eigentlich Drummer in der Band, konnte sein Talent am Piano beweisen und Chris Vrenna (ex-Nine Inch Nails/Schlagzeuger) durfte an die Drums. Zusammen liefert die Band ein gewohntes Marilyn Manson Album ab. Harte Texte mit gutem Sound.
Der erste Song "Devour", zu Deutsch "verschlingen", beginnt ziemlich ruhig. Eher untypisch für ein Manson Album. Nach 3:45 endet er abrupt mit der Zeile "IŽll love you, if you let me and IŽll love you, if you won't make me stop...".
Härter geht es weiter mit " Pretty As A Swastira" (Hübsch wie ein Hakenkreuz). Hier provoziert Manson auf gewohnte Weise. Auf Mansonart will er damit die Schönheit einer Frau beschreiben. Vom Sound ähnelt der Song "Arma-Goodamn-Motherfuckin-Geddon". Der Text ist nicht weniger provokant.
Das Album beinhaltet verschiedene Einflüsse, wie z.B. bei " Four Rusted Horses" kommen sie aus dem Southern Rock.
"Leave a Scar" ist wohl einer der perfekten Ohrwürmer auf dem Album. Was dich nicht umbringt mach dich nur noch stärker - so oder so ähnlich lautet die versteckte Aussage von Manson. Er ist schon fast zu poppig, als rockig, aber das nimmt dem Ganzen keinen Abbruch.
Ruhiger wird es in dem Album mit "Running to the Edge of the Endtimes", "Unkillable Monster", "15".
Die Songs "WOW" und "Wight Spider" haben den gewohnten Sound und könnten gut aus dem Album "Mechanical Animal" stammen. "WOW" sticht mit der verzerrten Gitarre heraus und bestimmt für sich eine ganz eigenen Klangfarbe. Der wohl stärkste Titel auf dem Album und ein echtes Highlight ist "WeŽre from America". Manson spricht die Missstände und Probleme an, die Amerika im Moment betreffen. Textausschnitte wie "Be a killer with a gun so they call me a hero", "God is an excuse", "We donŽt like to kill our unborn, we need them to grow up and fight our wars" und "We believe in everything we say, we say it because we believe it", zeigen einem ganz klar, was Manson von seiner Heimat hält. Noch ist der Titel nicht als Single erschienen, aber für Aufsehen wird er sicher sorgen.
"15" ist wohl der persönlichste Song auf dem Album von Manson, indem das Piano zum Einsatz kommt.
Viele Highlights hat das Album nicht. Schade eigentlich, ich hätte mehr erwartet. Die Texte sind zwar wieder härter, aber die meisten Songs sind ruhig und für meinen Geschmack zu ruhig für ein Manson Album. Im Moment tourt Marilyn Manson durch Europa und ab Juli steht eine längere US Tour an. Wir können also gespannt sein, wann die Deutschland Tour bei uns startet.
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