SIC - Fighters They Bleed


1. Fighters They Bleed
2. Cold & Black
3. Battles Of The Mind
4. Flaming Halo
5. Fuel Cells
6. Number 6.6
7. Killing Birth
8. Cut Through
9. Rain Of Knieves
10. Slither
11. A C I D
12. Chained & Restrained


Drei Jahre ist es her, dass SIC ihr Debut Pandemonium in die Welt ließen. Etwa ein-einhalb Jahre seit ihrer großen Tour durch Europa . Bereits zu dem Zeitpunkt arbeiteten die fünf Jungs von den Färöer Inseln um Songwriter und Gitarrist Eddie Jacobsen an neuen Songs und stellten in ihrem meist sechs Songs umfassenden Vorprogramm von HateSphere einige dieser Stücke vor.
Seit dem ist einiges passiert, Drummer Magnus Hansen verließ die Band und wurde vom ehemaligen HateSphere Felldrescher Dennis Buhl ersetzt. Produziert wurde die Scheibe von Jacob Hansen (Hansen Studios) und abgemixt von Tue Madsen (Antfarm Studio).
Anderes blieb gleich. Wie schon ‚Pandemonium' durfte sich Seth Siro Anton auch an dem Cover Artwork ‚Fighters They Bleed' kreativ auslassen.
Wer genau hinguckt, findet noch eine weitere Verbindung zwischen den beiden Scheiben: Damals hieß der sechste Track Number 6. Jetzt? Genau...

Soviel zum Äußeren, aber wie sieht es musikalisch aus?

Gibt es die Bezeichnung Post-Grunge-Nu-Metal-Thrash? Wenn nicht, dann gibt es sie jetzt, denn das ist die beste Beschreibung, die mir zu den Klängen von SIC einfällt.
Heftige Riffs, mächtige Fellprügelei, mitunter der Einsatz von Wah Wahs und dazu eine Stimme, die einem einfach den Atem stocken lässt. Treffende Growls und dennoch Facettenreichtum an Melodiosität. Wenn ich bei Overkill einfach nur die gleichmäßige Gemütlichkeit der Bassschläge faszinierend finde, so reißt mich bei SIC umso mehr die absolute Unberechenbarkeit der Melodien mit - sei es in den Instrumenten oder der Stimme von Mikkjal Gaard Hansen. Gleichmäßiges Donnern wird abrupt von ruhigen Parts unterbrochen, nur um gleich umso mehr drauf einzuprügeln. Die Macht der Songs liegt in der Stimme und den leisen Gitarren-Untertönen, wobei das gesamte instrumentale Drum-Herum eben einfach stimmt. Und zwischendrin folgt mit "Number 6.6" auch mal eine Ansprache. Bevor man dies realisiert, knallt es auch schon mit "Killing Birth" weiter.

An alle Autofahrer sollte hier ein kleiner Warnhinweis ausgesprochen werden: Eine Fahrt mit ‚Fighters They Bleed' zu unterlegen, macht es schwierig, sich an die zugelassenen Höchstgeschwindigkeiten zu halten.
Aggressiv macht diese Musik dabei jedoch keines Falls, ganz im Gegenteil. So wie die wahnsinnig netten und umgänglichen Jungs (wer sie etwas kennen lernen durfte, weiß was ich meine) ihre Wut und Aggressionen an den Instrumenten und in den düsteren, wütenden Texten herauslassen, so beruhigt ihre Musik den Hörer ungemein. Aber dies ist ein altes Thema unter Metalhasen.

Fazit: kaufen, einwerfen, bisschen lauter drehen und sich überraschen und treiben lassen.
Daumen hoch! Auch wenn SIC sich selbst nicht neu erfunden haben - oder gerade deshalb, weil sie sich selbst treu bleiben und Eigenständigkeit beweisen.

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