The Last Vegas - Whatever Gets You Off


1. Whatever Gets You Off
2. I'm Bad
3. High Class Trash
4. Loose Lips
5. Apologize
6. Cherry Red
7. Another Lover
8. Dirty Things You Do
9. White Lies
10. Love Me Bad
11. Outta My Mind

"They combine rock, glam and garage for an ass-kicking sound. No doubt, rock'n'roll is here to stay in '09." So werden sie von Billboard angepriesen.

Ursprünglich aus Normal, Illinois kommend, wuchsen sie dort beeinflusst von unter anderem Cheap Trick, AC/DC and KISS in Punk Rock Clubs oder der Glam Szene auf und spielten in Noise Experimental oder Punk Bands oder umgaben sich mit Metal und Hard Rock. Mittlerweile verlegten sie ihr Hauptquartier nach Chicago, Il.
Sie spielten und gewannen beim Finale des Guitar Center On Stage, noch am gleichen Abend rockten sie das Whiskey A Go Go und ein paar Tage später eröffneten sie im Hollywood Palladium für ihre Idole Mötley Crüe. Hieraus erwuchs auch die Verbindung, Nikki Sixx (u.a. Mötley Crüe, SIXX A.M.) und DJ Ashba (u.a. SIXX A.M., Guns n'Roses) als ihre Produzenten zu gewinnen. Der Gewinn des Guitar Center On Stage brachte ihnen ihren Plattendeal ein, der Abend im Palladium den Support der Saints Of Los Angeles Mötley Crüe Tour 2009.

Eine Erfolgsgeschichte, von der viele Bands ihres Genres wohl nur träumen können. Aber was haben sie uns musikalisch zu bieten?
Schon bei den ersten Tönen des Openers "Whatever Gets You Off" lässt sich ein Einfluss von Sixx heraushören, der sich unterschwellig durch das gesamte Album zieht. Dabei versprüht eben dieser Song wie auch "Cherry Red" einen riesen Mitgröhl- und Ohrwurmfaktor, wohingegen "Loose Lips" eher in die Schublade Surfmukke einzuordnen wäre oder "Apologize" eine klassisch herzzerreißende Ballade ist und somit für Abwechslung auf dem Album gesorgt wird.
Auch wenn die Songs von ihrer Struktur her eher einfach gehalten sind, ist das Album in seiner Gesamtheit nicht unbedingt leicht zugänglich und auf das erste Hören fällt es eher in den Charme, lediglich eines von vielen aus dieser Szene zu sein. Erst bei einer zweiten oder dritten Umdrehung kann man sich sehr viel mehr in die Songs vertiefen, sollte aber nicht nach Tiefe in ihnen suchen.

Gesamt könnte man The Last Vegas' Debut "Whatever Gets You Up" mit einem billigen, weder besonders gehaltvollen noch tiefgründigen aber dennoch lustigen Hollywoodstreifen vergleichen, der einem in Bildform beim Hören im Kopf herum flimmert. Nette Unterhaltung eben und ein erster Schritt in die Richtung Weltruhm ist gemacht. Wenn sie noch etwas an ihrer Unverwechselbarkeit feilen, sollten wir wohl noch mehr von ihnen zu hören bekommen. Große Namen in der Produzentenriege sind dabei auch nicht immer von Nachteil.
Vince Niel kommentierte ihre Tourbegleiter folgendermaßen: "The overall talent and energy of The Last Vegas surpassed our expectations. Motley Crue is excited to pass the torch on to these amazing musicians, just as Ozzy did for us over 25 years ago." Nun, 25 Jahre wollen wir nicht warten!

<<-- zurück / back