Xerath - I


1. Intrenity
2. Alterra
3. Nocturnum
4. Consequences
5. Interlude
6. False History
7. Abiogenesis
8. Reform Part I
9. Reform Part II
10. Right To Exist

Kaum haben die ersten Töne des Debut Albums der Briten mein Ohr erreicht, sehe ich vor meinem geistigen Auge bereits Frodo, wie er den Ring ins Feuer wirft oder sich in einem immer größer werdenden Panorama eine düstere Burg vor mir aufbaut.
Streicher, die langsam ein orchestrales Crescendo anstimmen und plötzlich steckt man drin im selbstbenannten 'orchestral groove metal' von ‚I'. Klingt alles etwas seicht, aber zu dem dramatischen Orchester im Hintergrund gesellen sich Hardcore-Shouts von Sänger Richard Thomson und schneidende Gitarrenriffs. Also seine Berechtigung im Metalbereich hat die Nummer.
Die geschickten Arrangements lassen einen eher auf ein paar erfahrende Komponisten schließen, als auf vier Jungs, die hier ihr Debut präsentieren. Das Orchester kommt zwar aus der Dose, hört man allerdings nicht und es passt sich mit Leichtfertigkeit Drums und Gitarrenkompositionen an.
Die vier Briten hantieren mit einer etwas eigenartig anmutender Polyrhythmik, die überraschenderweise gut passt. Die zum Teil sehr filigran anmutenden klassischen Parts mit dem harten Metalsound im Wechsel oder fast in Hintergrund verschwindend wirken interessant, wenngleich es auch an Meshuggah erinnert. Mich zumindest. Aber mir sprang auch Frodo vor die Augen….

Alles in allem macht es Spaß zuzuhören. Allerdings gibt es Abzug in der B-Note: Leider gibt es keinen durchgehenden Spannungsbogen und man wird nach einem Song wieder schnell aus der Traumwelt geholt. Der Stil geht einem schnell ins Ohr, verbleibt dort aber nicht lange, dafür fehlt das gewisse Etwas.
Wenn Xerath indes weiter an ihrem Sound arbeiten, wird sich das sicherlich ändern und ich würde gerne hören, was dabei herauskommt, wenn die Band die Möglichkeit bekommen würde mit einem echten Orchester zusammen zu arbeiten.

<<-- zurück / back