Bericht: Fatal Smile & Queensrÿche
Kürzlich stellten wir euch Fatal Smile anhand einer Review ihres aktuellen Albums World Domination vor, zu dem sie nun seit 146 Konzerten auf Tour sind.
Nachdem sie bereits zu Beginn dieses Jahres mit Lordi in Deutschland und ganz Europa unterwegs waren, sind sie jetzt mit Queensrÿche zurück. So ganz passen diese beiden Bands musikalisch nicht zusammen und das machte sich auch im Publikum bemerkbar.
Mit etwa 10minütiger Verspätung (Stau und Fotodiskussion an der Tür - deshalb gibt es auch keine Fotos vom Konzert, sorry) betraten wir die Halle des Capitol Hannover. In den hintern Reihen standen die Zuschauer dicht gedrängt, nach vorne hin wurde es jedoch immer luftiger. Dessen ungeachtet versuchten einige wenige Fatal Smile Fans - extra wegen "ihrer Band" teilweise von weit angereist, die Stimmung aufrecht zu halten, während Sänger Blade und Gitarrist Mr. Y über die Bühne fegten. Auch Bassist Alx ließ sich vom Bewegungsdrang der beiden anderen anstecken und wechselte gegen Ende hin die Seite. Im Laufe des Konzertes wurde auch die Stimmung im Zuschauerraum besser, mehr Leute kamen nach vorne und folgten den Aufforderungen der Band zum Klatschen. An einigen Stellen fragten wir uns jedoch, wieso Blade gerade hier und genau in dem Tempo darum bat, denn es passte nicht wirklich immer zur Songstelle.
Die "Motherfucker" Rufe des Publikums bei entsprechendem Song waren leider immer noch leise und mussten von den Backing Vocals unterstützt werde. Auch Fragen an das Publikum wurden nur von den eigentlichen Fans beantwortet.
Schade, denn Fatal Smile verdienen wirklich mehr Aufmerksamkeit.
Zwischen dem einen oder andern lustigen Spruch und der wiederholten Information, der Merchandise Stand befände sich in der Vorhalle und die Band würde sich nach dem Konzert dort einfinden - und auf Wunsch gerne Titten und Ärsche (aber keine männlichen) signieren, erklärte Blade noch, dass "Run For Your Life" die nächste Single werden würde.
Es bleibt zu sagen, dass Fatal Smile ein solides Set spielten, wobei die Bühnenshow sehr routiniert wirkte, aber bei der Anzahl an Konzerten in kurzer Zeit wäre alles andere auch verwunderlich. Der Sound war ausgesprochen gut diesen Abend.
Fatal Smile sind eine absolute Liveband und definitiv eine Reise wert - für uns wird wohl sicher noch die eine oder andere folgen. Dennoch sollten die vier Schweden sich überlegen, mit welcher Band sie von nun an auf Tour gehen wollen, denn einerseits ist es zwar vorteilhaft, mit einer "bekannten" Band zu spielen, andererseits sollte man musikalisch schon zusammen passen - jedenfalls funktioniert es in Deutschland nicht anders. Aber am Ende hat ein Opener es hier immer schwer.
Unser Fazit: Fatal Smile rockt! Gerne mehr!
Die US Band Queensrÿche tourt derzeit mit ihrem Konzeptalbum "American Soldier" durch die Lande.
Zum Album sagt Sänger Geoff Tate folgendes: "People have a tendency to misconstrue the difference between political and social issues. This record is not political at all. It's very much a statement of the soldiers; it's where they are at and what they have experienced. I hope the album, as a whole, is a statement that can get them talking to each other and begin that process of connecting that needs to happen between people."
Die sechs aus Seattle / Washington spielen eine Mischung aus progressivem Rock und Metal, wobei uns vor allem die Instrumentalteile überzeugten, allerdings die hohe Stimme von Tate uns nicht wirklich in Begeisterung versetzten konnte. Mit etwas tieferem Gesang hätte man einen Vergleich zu den frühen Sisters Of Mercy herstellen können und wahrscheinlich hätte uns dann der 2 Stunden und 15 Minuten andauernde Auftritt wesentlich besser gefallen.
Nichts desto weniger ist zu erwähnen, dass Queensrÿche in ihrer Musik absolut aufgehen und es nicht nur für Tate kein Stillstehen auf der Bühne gab, gesanglich lieferte er eine sehr gute Leistung ab. Und ob es einem gefällt oder nicht ist Geschmacksache. Wem es nicht gefällt, der sollte sein Geld sparen und ein Konzert nicht aufsuchen - so wie bei jeder andern Band dieser Welt auch.
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