Bericht: Battlelore, Finntroll
Gerade erst hat das neue Jahr begonnen und Battlelore gaben auch schon am 1.1 2009 ein Konzert im Nosturi (Helsinki) zusammen mit Metsatöll (EST) und Finntroll.
Von weitem sah man schon die lange Schlange mit wartenden Fans vor der Halle.
Geduldig und ohne Gedränge warteten die Fans in der Eiseskälte darauf, rein zu können.
Das Nosturi bietet einen Veranstaltungsraum für alle Altersgruppen. Unten vor der Bühne ist der Bereich für auch unter 18-jährige. Hinter dem Mischpult ist eine Abtrennung für den K-18 Bereich (über 18) mit der Bar. Eine Treppe führt nach oben zum Balkon. Von dort aus hat man einen guten Blick auf die Bühne und das Publikum.
Battlelore wurden im Jahr 1999 gegründet. Ihr erstes Album "Where The Shadows Lie" veröffentlichten sie 2001. Darauf folgten drei weitere Alben und eine Live-DVD.2008 veröffentlichten Battlelore ihr neustes Album "The Last Alliance".
Ihre Texte handeln von Fantasy-Welten und werden sehr beeinflusst von den Werken des Autoren J.R.R. Tolkien. In den Songs treffen Metal und Folklore aufeinander.
Um 20 Uhr kamen Battlelore auf die Bühne. Die ersten Töne erklangen und man hörte gleich, dass der Sound in der Halle nicht der Beste war. Bei den ersten beiden Songs hörte man Kaisa (Sängerin) kaum; die weiche Stimme von Kaisa wurde vom Instrumentalen übertönt. Sänger Tomi musste sich ziemlich anstrengen, um gehört zu werden. Der Sound verbesserte sich während den nächsten Songs, aber von der Band kamen an dem Abend keine 100%, wie sonst gewohnt. Das alles schien den Fans nichts auszumachen. Es wurde trotzdem gepogt und geheadbangt. Das Konzert zog sich hin und nach 50 Min. verließ die Band die Bühne. Das Konzert war für die Band kein guter Start ins neue Jahr.
Nach Battlelore und Metsatöll (EST) kamen nach einer längeren Umbaupause als letzte Band des Abends Finntroll auf die Bühne. Schon beim ersten Song ging die Menge mit. Das Publikum tobte und es wurde heftigst gepogt und geheadbangt. Es schien so, als wären die meisten nur wegen Finntroll an diesem Abend gekommen. Viele Fans hatten die typische Bemalung im Gesicht, wie sie auch selbst die Band trägt (Darstellung von Ästen und Wurzeln in schwarz). Die positive Energie, die vom Publikum aus ging, übertrug sich auch auf die Band. Öfters hat man die Bandmitglieder auf der Bühne lächeln und rumalbern gesehen.Der Keyboarder Henri, auch "Trollhorn" genannt, ging ziemlich ab. Er haute auf sein Keyboard ein, als gebe es kein Morgen mehr. Vreth (Sänger) heizte das Publikum immer mehr an und gab stimmlich sein Bestes. Das Publikum sang und schrie bei jedem Song mit.
Zum Glück war der Sound im Nosturi wieder besser, als bei der ersten Band Battlelore.
So hörte sich alles sehr melodisch an und nichts war da, was einen stören hätte können.
Am Ende gaben Finntroll noch drei Zugaben und verschwanden danach in die Nacht.
Finntroll waren ein schöner Abschluss für diesen Abend.
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