Bericht: Turisas, Dragonforce
Seit Ende Januar sind Dragonforce nun schon auf Tour und stellen ihr neustes Album "Ultra Beatdown" vor. Als Support haben sie die finnische Metal Band Turisas dabei.
Das Konzert am 21.2 in Hamburg sollte eigentlich im Knust stattfinden. Die Nachfrage war aber so groß, dass das Konzert in den Grünspan verlegt wurde.
Am verregneten Samstagabend versammelten sich die Fans vor dem Club und warteten darauf, dass sich die Tür zum Grünspan öffnete. Um Punkt 18 Uhr war es so weit. Ohne Gedränge und langes Warten war man schnell im Club. Einige gingen direkt zur Bühne, um sich einen Platz in den ersten Reihen zu sichern. Andere saßen an der Bar und genehmigten sich ein Bier oder saßen in der Sitzecke.
Langsam füllte sich der Grünspan und es wurde enger. Ein Durchkommen in die vorderen Reihen war fast nicht mehr möglich.
Unter dem deutschen Publikum hörte man auch finnisch oder englisch sprechende Fans, die extra für ihre Band angereist waren.
Um halb acht ging das Licht aus und Turisas kamen auf die Bühne. Ein Jubel ging durch die Menge und die Band startete mit dem Song "Battle Metal" aus ihrem gleichnamigen Album (2004).Ihr Musikstil ist Viking Metal gemischt mit folklorischen Elementen, die durch eine Geige und einem Akkordeon hervorgehoben werden. Ihre Kostüme erinnern einen an die Wikingerzeit. Im Gesicht tragen sie eine Kriegsbemalung in schwarz und rot, die zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Vereinzelt sah man an dem Abend auch Fans mit dieser Bemalung im Publikum.
Ihre Songs sind allesamt perfekte Ohrwürmer und ein Stillhalten ist nicht möglich. Die Leute pogten und sangen lautstark mit.
Sänger Mathias bedankte sich immer wieder beim Publikum und sagte, dass sie sich freuten, wieder in Deutschland zu sein, weil (ich zitiere) es besseres Bier in Deutschland gebe als in Amerika. (2008 tourten Turisas für eine längere Zeit in Amerika.) Nach diesem Satz fingen paar Leute an "Bier her, Bier her oder ich fall um" zu rufen. Das fand die Band so amüsant, dass sie den Satz noch mal vom ganzen Publikum hören wollten - im Chor.
Die Band fühlte sich sichtlich wohl auf der Bühne, auch wenn sie diese für etwas klein hielten. Platz zum ringel rangel fanden Mathias und Jussi (Gitarre) auf der Bühne dennoch.
Die Solos von Olli (Geige) verleihen den Songs noch mehr Gefühl, wie z.B. in "The Messenger"oder "One More". Bei "In the court of Jarisleif " forderte Mathias das Publikum zum Tanzen auf. Dies setzten sie auch gleich in die Tat um. Beim Song "Rasputin" kam die Ansage "The time for Metal is over, it's time for Disco!". Rasputin ist ihre neuste Auskopplung, ein Cover von Boney M. Wie ich finde, haben Turisas den Song gut umgesetzt. Es macht Spaß ihre Version zu hören.
Leider kam die Band nach sechs Songs zum Schluss und es war Zeit für das letzte Stück. Turisas gaben bei "To Holmgard and Beyond" noch mal alles. Zum Ende hin merkte man der Stimme von Mathias an, dass sie etwas gereizt war. Durch eine Erkältung war die Stimme angeschlagen, aber das tat dem Abend keinem Abbruch.
Turisas wurden mit einem großen Applaus und Jubel verabschiedet. Noch mal bedankte sich die Band beim Publikum fürs Kommen.
Setlist:
Battle Metal | A Portage to the Unknown | The Messenger | One More | In the court of Jarisleif | Rasputin | To Holmgard an beyond
Battle Metal | A Portage to the Unknown | The Messenger | One More | In the court of Jarisleif | Rasputin | To Holmgard an beyond
Kaum waren Turisas von der Bühne, ging die Umbauphase los. Eine halbe Stunde dauerte es, bis alles für Dragonforce fertig war.Nacheinander kamen Dave (Drums), Vadim (Keyboard), Herman (Lead Guitar), Sam (Lead Guitar), Frederic (Bass) und ZP (Vocals) auf die Bühne. Die Power-Metal Band kommt aus London und sie sind in der Szene keine Unbekannten.
Die Bühne war mit Ventilatoren ausgestatet. Diese dienten dazu, dass die langen Haare der Herren im Wind wehen konnten. Dahinter wurden kleine Gitter-Podeste aufgebaut, auf den sich Herman, Sam und ZP oft aufhielten und besonders Sam alberte auf der Bühne herum. Ein Riesenbanner mit dem Band-Logo hing im Hintergrund.
Musikalisch war die Band gut und auch die Gitarren-Solo's überzeugten. Ihre Songs sind nur ziemlich lang und wenn jemand nicht unbedingt ein Fan von Power-Metal ist, wird demjenigen sehr schnell langweilig.
Stimmlich war ZP das Konzert über konstant gut, aber die Abwechslung in den Songs fehlte. Da konnten die Showeinlagen oder Faxen von Sam nicht von ablenken.
Setlist:
Heroes | Operation | Reasons | Fury | Warrior Inside | Keys Solo | Revolution | Solidiers | Last Journey | Valley | Fire
Heroes | Operation | Reasons | Fury | Warrior Inside | Keys Solo | Revolution | Solidiers | Last Journey | Valley | Fire
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